Die Goldprospektion mittels der Glazialmorphologie

Die Goldprospektion mittels der Glazialmorphologie

Ausgearbeitet von Torsten Marx / 18. Mai 2014

Dieser Leitfaden ist Eigentum von Torsten Marx. Bitte achten Sie auf mein Urheberrecht!

Weil unser Sonnensystem sich dynamisch durch das Weltall bewegt, kommt es immer wieder vor, dass unser Sonnensystem getriggert durch unsere Sonne, auf der Erde Kaltzeiten sowie Warmzeiten enstehen lässt. Die Erde ist dadurch dynamisch, für uns Goldwäscher hat dies ein enormen Vorteil.

99% der Goldwäscher prospektieren nach Vorgaben, die so alt sind, wie ein alter Besen. Sie gehen Fliessgewässer ab, nehmen Proben in Gleithänge usw. und irgendwann scheinen sie fündig zu werden. Diese Methode ist enorm Zeitaufwendig und beim Nachweiß wird dieser dann gebührend gefeiert. Andere vergleichen Geologien oder nehmen diese als Grundlage für ihr prospektieren. Das ganze nennt sich dann „Goldsuchen“!

Ich möchte hier auf meiner Website den Goldwäschern neue Wege aufzeigen. Neue Wege, wie man zum „Goldfinder“ wird. Mir ist dabei wichtig, dass mein Urheberrecht für diesen Artikel besonders gewahrt bleibt. Ich wünsche mir liebe Leserinnen und Leser, ihr könnt mit meinen Wunsch umgehen.

Wir Goldwäscher, wie der Name schon sagt, waschen Gold unzwar in Fließgewässern. Wir betreiben kein Bergbau, dass haben wir der Natur überlassen, diese ist dabei effektiver. Auch ist diese effektiver beim Transport des Goldes. Durch sogenannte „Ablaufbahnen“, wurde das Gold durch Eis und Wasser dort abgelegt, wo es heute liegt und bei der nächsten Kaltzeit, wird dies eben weiter transportiert, allerdings, wird dann die Morphologie der Ablaufbahnen neu geformt.

Geologisch gehe ich nicht ins Detail, wie z.B. ein Gebirge usw. entsteht, sondern, in dieser Publikation ist bereits dieses schon alles vorhanden.

Ablaufbahnen lassen sich morphologisch dadurch bestimmen, weil Eis und Wasser diese mit der Zeit geformt hatten und perfekte Bewegungsspuren uns prospektierenden hinterlassen haben. Diese Bewegungsspuren zu lesen, ist bereits die halbe Miete und trägt zum Erfolgt des „Goldfinden“ erheblich bei.

Die Frage, wie betreibt die Natur „Bergbau“ lässt sich ziemlich einfach beantworten. Die Antwort lautet, durch Gletscher. In der Metamorphose eines Gletschers, wird Schnee in Eis umgewandelt, das bläuliche Eis ist dabei so hart, dass es mit den mitgeführten Schuttmaterial wie ein Schmirgelpapier die umgehenden Gesteine abschmirgelt. (Gletscher Wikipedia)

kargletscher1
Abb.: 1

Im obigen Bild lassen sich Kargletscher und ihre Zungen schön erkennen. Diese Gletscher bauen mit der Zeit die massiven Berggipfel ab. Bergbau im Zeitraffer.

Das abgebaute Gestein und wenn vorhanden das Goldige wird dann mit den Gletschern wegtransportiert.

kargletscher2
Abb.: 2

Kargletscher im Sommer. Die durch die Kargletscher entstanden Mulden und verbleibende Zungen lassen sich gut erkennen. Die Morphologie der abgeschmolzenen Zungen und der Ablaufbahnen ebenfalls. Hinweis: bei den obigen zwei Bildern ist der Abbauprozess durch die Kargletscher noch relativ jung. In diesen Beispielen kann man die Kars noch zählen. Im unterem Bild ist die Erosion durch die ehemalige Kargletscher besonders weit fortgeschritten. Eine riesige Lehnsesselförmige Karrückwand ist entstanden.

kargletscher3
Abb.: 3

In den obigen drei Abbildungen ist der Bergbau der Natur (Erosion) verdeutlicht worden. In einer Kaltzeit, sind die Gletscher natürlich viel mächtiger und in ihren inneren ist ein viel größerer Druck vorhanden. Der Abbau des Kamms geht dann viel schneller. Geologen nehmen an, dass die Alpen einst einmal doppelt so hoch waren, wie diese jetzt sind. Die Gletscherhöhe der letzen Kaltzeit (Würm) wurde auf rund 2000m geschätzt. So eine Eismächtigkeit hat eine enorme Kraft und formt ihre Umgebung mit den Gesetzen der Schwerkraft.

Zusammengefasst für den ersten Teil bedeutet dies:

  • In Kaltzeiten baut die Natur die mächtigen Berge durch Eismassen ab.
  • Falls sich in diesen Berg Goldadern befinden (Geologie) werden diese Adern selbstverständlich auch weg-erosiert und durch die Gletscher – Ablaufbahnen abtransportiert. Die Fließgeschwindigkeit der Zungen ist dabei unterschiedlich.
  • In Warmzeiten sind die Gletscher weniger mächtig, der Abbau findet weniger massiv statt. Wenn keine Gletscher mehr vorhanden sind, findet der Abbau garnicht, bis nur sehr wenig durch Wind und Wetter statt.

Hier noch zwei Beispielbilder intakter Talgletschers in heutigen Holozän (Warmzeit).

Talgletscher

Talgletscher 1
Abb.: 4
Talgletscher 2
Abb.: 5

Regionales Prospektieren

Im deutschprachigen Raum (Bayern) sind natürlich keine Gletscher mehr aktiv, auch nicht im Bayrischen Wald, da wir aber trotzdem in Bayern Goldwaschen möchten, nutzen wir das Wissen des obigen Beitrags. Wir suchen unsere Gebirge nach Abbauspuren der ehemaligen Kar- und Talgletschern ab. Wie die gängisten Grundrisse aussehen, habe ich in den Bildern Abb. 1-5 dargestellt. Die Ablaufbahnen der Gletscher und der Eis/Wasserschmelze separieren (trennen) dann schweres/leichtes Geschiebe Material.

Ich zeige euch nur Bildbeispiele auf, suchen und finden und erforschen dürft ihr dann selber. Das macht sowieso viel mehr Spass.

Bblaufbahn_lend
Abb.: 6

In Abbildung 6 + 7 ist eine typische Ablaufbahn ermittelt. Hierbei handelt es sich genau um die Salzach Ablaufbahn. Bei der Ortschaft Lend wird das schwere Material (Gold) gesammelt, weil die Geomorphographie der Gletscher dies so erschaffen hatten. Bei so einer einzigartigen Geomorphographie lohnt sich das Goldwaschen besonders. Hier können 2-3 Gramm am Tag erzielt werden. Ablaufbahn Salzach / Lend.

ablaufbahn_lend1
Abb.: 7

In der Abbildung 8 lässt sich (rot umkreist) ein Urzeitlicher Talgletscher erkennen. Im markierten Kreis ist das Zentrum eingezeichnet. Hier lässt es sich besonders gut Gold finden.

Urzeitlicher_Talgletscher
Abb.: 8

Der Ablauf im Detail (nur Stichpunktartig)

  • Sucht euch eine (interaktive) Geologische Karte, falls ihr geologisch fit seid, braucht ihr diese nicht mehr. Eine geologische Karte dient nur als Hilfsmittel um festzustellen, in welcher Erdzeit man sich gerade bewegt und welche Gesteinsgeologie vorherrscht.
  • Nun sucht ihr per Google Earth, Google Maps, Bing Karten usw. nach den einschlägigen Mustern, eben die Abbaugebiete der ehemaligen Kar- und Talgletscher in euren (geologisch) ausgesuchten Gebiet ab. Falls ihr Muster gefunden habt, und dort nicht gerade ein regionaler Gletscher im Kalkgebirge sein Unwesen trieb, habt ihr schonmal ein riesen Zeitfortschritt gegenüber den „Goldsuchern“ errungen. Ihr müsst nun nur noch vor Ort hin fahren und das Teilgebiet beproben.
  • Nutzt verschiedene Karten,z.B. Relief, alte Karten usw.usw. um mehr Detail-Wissen zu bekommen.

Hinweis:

Die Ablaufbahnen der (Ur-)Gletscher transportieren massiv Gold und Schwermineralien mit sich. Wenn man sich die Geomorphographie als Grundlage zum Prospektieren aneignet, bekommt man durch diese Technik einen enormen Wissenvorsprung gegenüber anderen Goldwäschern. Ich verspreche euch, die Technik im Detail angewendet, wird euch Ahh! – Momente geben. Ich bin so ziemlich mit der Geomorphographie als Prospektiertechnik durch und möchte euch noch ein kleinen Tipp weitergeben. Versucht bei dem ganzen kreativ zu denken und zu handeln, möge eure kreative Waschrinne mit euch sein. In einer kreativen Waschrinne muss Vortex und Wasserkraft herrschen, sonst bleibt in dem Ding nichts hängen!

Quellenangaben und Copyright Angaben:

Abbildung 1: Bing Karten, Copyright: Microsoft Corporation / Digital Globe

Abbildung 2: Bing Karten, Copyright: Microsoft Corporation / Digital Globe

Abbildung 3: Bing Karten, Copyright: Microsoft Corporation / Digital Globe

Abbildung 4: Bing Karten, Copyright: Microsoft Corporation / Digital Globe

Abbildung 5: Bing Karten, Copyright: Microsoft Corporation / Digital Globe

Abbildung 6: Google Maps

Abbildung 7: Google Maps

Abbildung 8: © 2013 Bayerische Vermessungsverwaltung

Update 17.03.2018

Kaum zu glauben, aber ich Update sogar alte Beiträge von mir, Qualität ist mir eben wichtig.
Weil ich für das Jahr 2018 ein neues Berichte Medium für meine Webpage eingeführt habe, liefere ich mein Update als Video.

Die Links, wie im Video versprochen, archiviere ich hier. Übrigens, schaut euch im Video unbedingt mein Spezial-Zusatz an.

Link:
Freiheit durch Gold – Link