Kombinierte Gedanken der Goldprospektion

Kombinierte Gedanken der Goldprospektion Teil 2

Ausgearbeitet von Torsten Marx / 24.10.2017

Dieser Leitfaden/Ausarbeitung ist Eigentum von Torsten Marx. Bitte achten Sie auf mein Urheberrecht!

Im zweiten Teil meiner Ausarbeitung „Kombinierte Gedanken der Goldprospektion“, möchte ich euch eine 10min vor dem Computer Goldprospektion vorstellen. Diese Methode habe ich im Jahr 2011 nur für das variszische Bayern (Bayerischer Wald) entwickelt und benutze seitdem dieses definierte Ordnungsmuster, für eine stabile Ordnung der Goldprospektion. Angewendet ist diese Methode sehr erfolgreich.
Mein Augenmerk für das variszische Bayern liegt in erster Linie darin, mir eine geologische/glazialmorphologische Naturgoldsammlung aufzubauen. In Vergangenheit habe ich öffentlich sehr wenig (auf mein Blog) darüber berichtet, weil ich diesen Teil meines Hobbys, Privat halten möchte. Anderslautende Meinungen darüber, lehne ich strikt ab!

Prospektions-Grundlagen/Werkzeuge:
Geologie: Keine, bis wenige Kenntnisse erforderlich.
Glazialmorphologie: mittlere Kenntnisse erforderlich.
Computer: Leistungsfähiger Rechner mit einer hohen Auflösung, am besten eine UHD 4K, 2160p Auflösung, ein modernes Rauminformationssystem.
Kaffee: Dallmayr Prodomo, weil es ein 10min Kaffee ist.
Goldprospektion vor Ort: Eine kleine Schaufel und eine Goldwaschpfanne erforderlich.
Zeitaufwand vor dem Computer: 10min.
Zeitaufwand für die Goldprospektion vor Ort: Minuten, Stunden, Tage .. wie man möchte .. Weil es ein Hobby ist.

 

Informationen — Überblick — Kombinieren

Wir sammeln Informationen, schaffen uns ein Überblick und aus den Informationen und dem Überblick kombinieren wir. Das ist der Schlüssel! Mehr gibt es nicht, weniger auch nicht.

Als Beispiel nutze ich den bayerischen großen Rachel mit seinem spätglazialen Wasserablaufsystem.

Minute 1:
Ich definiere mein Goldwaschvorhaben.

  1. Primärer Goldsystembereich.
  2. Übergeordnete Goldlinie / Wasserablaufrinne aus dem primären Goldsystembereich.
  3. Strategische Goldprospektion – Entnahmen Stellen. Diese sollte im besten Fall nicht durch andere übergeordnete Wasserablaufrinnen kontaminiert sein. Minimum sind zwei strategische Goldprospektionsstellen notwendig.

Minute 2:
Ich sammle Informationen für mein definierten Bereich.

  1. Der Bayerische Wald ist ein variszisches Rumpfgebirge und ist meist stark von magmatischen Vorgängen geprägt. Quelle: Wikipedia. Die Informations-Kombination, das Magmatisch gleich Vulkanisch ist und diese Kombination Gold in Prozent Wahrscheinlichkeiten enthalten könnte, ist jedem Goldprospektor bewusst.
  2. Spätmittelalterlich-frühneuzeitliches Goldseifenhügelfelder. Diese Information sind durch ein modernes Rauminformationssystem sehr schnell abrufbar. Der Zeitaufwand dafür beträgt 10sec.

Minute 3:
Ich verschaff mir ein Überblick.

  1. Ich kennzeichne im Rauminformationssystem die zusammenhängenden Bergkämme und definiere den Zusammenhang als Primärbereich.
  2. Die Information „Spätmittelalterlich-frühneuzeitliches Goldseifenhügelfelder“ werden auch im Rauminformationssystem gekennzeichnet.
  3. Durch Punkt 1 und Punkt 2 bin ich nun in der Lage, meine übergeordnete Wasserablaufrinne farblich zu markieren.

Minute 6:
In meiner farblich markierten übergeordneten Wasserablaufrinne, definiere ich genau 2 strategische Punkte, die nur für die Goldprospektion vor Ort dienen sollen. Diese zwei von mir definierten Stellen, dienen nur zum Goldnachweis und sollten im besten Fall nicht durch andere, übergeordnete Wasserablaufrinnen, kontaminiert sein. Je weniger kontaminiert, desto höher die Aussagekraft meiner nächsten Definition.

Zwischen Minute 6 und 7 erfolgt die Goldprospektion vor Ort. Genießt diese Ausflüge, es ist ein Hobby! Unterhalb zwei Bildnachweise aus dem Jahr 2011. Für die strategisch definierten Stellen ist der Goldnachweis erbracht.

Minute 7:
Die Daten, praktisch der Goldnachweis aus meinen Ausflügen, markiere ich in mein Rauminformationssystem, verbinde nun meine vorher von mir definierten Prospektionspunkte und definiere diese Verbindung dann als übergeordnete Goldlinie. Visuell und markiert im Rauminformationssystem dargestellt, dient mir diese auch als Überblick.

Minute 8:
Aus meinen gesammelten Informationen kombiniere ich nun, dass ich ein definiertes Goldprimärsystem (praktisch den Ursprung des Goldes, da wo es herkommt), eine definierte Wasserablaufrinne, dass das vorhandene Primärgebiet entwässert, mir zur Verfügung steht. Das Goldprimärsystem mit seinen feinen Verzweigungen lassen sich, auch durch die Tatsache der Spätmittelalterlich-frühneuzeitliches Goldseifenhügelfelder, nun im Detail ausarbeiten. Die durch eine vor Ort gestützte Goldprospektion, definierte übergeordnete Goldlinie lässt sich auf das komplette Wasserrinnenablaufsystem übertragen. Wie die detaillierte Ausarbeitung im Goldprimärbereich, lassen sich natürlich auch in der definierten übergeordneten Goldlinie im Detail nach Goldschürfplätze suchen. Jeder Goldprospektor und Goldschürfer hat dafür andere Vorlieben, seine „Detailbereiche“ zu definieren und zu besuchen.


Das Bild oberhalb zeigt eine Momentaufnahme eines definierten Ordnungsmusters für eine stabile Ordnung der Goldprospektion. Und das Bild unterhalb, zeigt das ausgearbeitete Ende eines definierten Ordnungsmusters für eine stabile Ordnung der Goldprospektion auf. Die blaue Kennzeichnung zeigt das Primärgoldsystem und die grüne Kennzeichnung die übergeordnete Wasserablaufrinne, die auch als übergeordnete Goldlinie definiert werden kann.

Als Schmankerl stelle ich meine Ausarbeitung als Link für das moderne Bayerische Rauminformationssystem zur Verfügung.
Klick mich, ich bin ein Link
Nach dem Linken, bitte ein ZoomOut starten und einfach den Umsetzung genießen.

In eigener Sache:

Die Goldprospektion auf Basis der Glazialmorphologie ist kein Hexenwerk. Diese Art der Goldprospektion ist strukturiert aufgebaut und immer durch zusätzlichen Kriterien erweiterbar, vor allem für den alpinen Raum. Das obige System ist für das komplette variszische Bayern erweiterbar. Irgendwann entsteht eine komplette Goldlinien-Landkarte, die sich gezielt zum gemütlichen Goldwaschen anfahren lässt.

Goldwäscher die Goldgewichtseinheiten als Maß „viel Gewichtseinheiten .. viel GutProfi“ verwenden, werden in der Deep-Goldwasch-Scene als „Blender“ abgestempelt. Ein Kontakt zu solchen Menschentypen wird gemieden, zu den Mitläufer (leider) auch. In unserem Hobby gibt es keine Profis und schon gar keine „Selbsternannten Profis“. Wer so Argumentiert und gleichzeitig für sich ein Privileg auferlegt, anderen Menschen in „gut“ und „schlecht“ einordnet, hat meiner Meinung nach nicht mehr alle Latten am Zaun. Leute die solche Meinungen durch symbolisierte Likes gut finden, mit diesen kann ich, bezogen auf meine Wertemuster, auch nicht mehr in Resonanz tretten.

Das obige Goldprospektion auf Basis der Glazialmorphologie – System, ist bereits schon viele Jahre alt. Es ist das von mir entwickelte Grundsystem. Ich persönlich, wenn ihr es für euch umsetzt, wünsche euch viel Spass damit und bitte immer daran denken, Goldwaschen soll ein Hobby sein.

Bis die Tage,

euer Torsten