Projekt

Die Bestimmung und der Transport (Abflussbahnen) mineralischer Feinpartikel der eiszeitlichen bayrischen Schmelzwasserströme ist mein privates Projekt, dass ich nur als Hobby ausübe. Durch geeignetes Kartenmaterial gelingt es mir immer mehr, dass ich für mich noch unberührte Ablaufbahnen entdecken kann. Dies sind von ihrer Beschaffenheit so unterschiedlich, dass sich der Aufwand der Erkundung durch eine Prospektion und die dazugehörige Archivierung als Bereicherung lohnt.

Meine Projektziele lauten:

Die Pleistozänen/Holozänen Schmelzwasserströme der bayrischen Gletscher, der Alpen und ihre Transportwege (Abflussbahnen) sind für mich nicht eindeutig geordnet. Mein Ziel ist es, durch die mineralisch eingelagerten Feinpartikel der Geschiebemasse herauszufinden, welche Abflussbahnen die Schmelzwassermassen genutzt haben könnten.

Meine Vorgehensweise:

Die Ordnung der Ablaufbahnen, erster Schritt:

Durch geeignetes Kartenmaterial untersuche ich am PC ehemalige Gletschertypen für ein Bereich zu bestimmen, am liebsten sind mir dabei die großen ehemaligen Talgletscher. Die Ablaufbahnen dieser Gletscher lassen sich durch die Morphologie der Gesteinsoberfläche (Gletscherschliff) bestimmen. Diese ordne ich für mich farblich ein, um diese dann dementsprechend Darstellen zu können.

Ablaufbahnen

Abb. 1

 
Die Abbildung 1 zeigt ein geeignetes Kartenmaterial zur Bestimmung der Geologie und der Morphologie. Die Morphologie ist dabei ausschlaggebend. Ein Zusammenspiel der Geologie und der Morphologie ist dabei bestimmend.

Prospektion vor Ort, zweiter Schritt kleine Bäche:

Nachdem ich den ersten Schritt abgeschlossen habe, fahre ich vor Ort hin und prospektiere die einzelnen von mir geplanten Gebiete sorgfältig ab. Hierbei sollte man viel Ausdauer mitbringen. Meistens begleitet mich mein Sohn dabei. Der erste Schritt dabei ist, Proben von höhergelegenen Bereichen zu entnehmen und zum Tal hin abzustimmen. Der Probeninhalt variiert dabei erheblich.

Die Geomorphographie der Hengersberger Ohe im Lallinger Winkel_Torsten Marx7

Abb. 2

Die Abbildung 2 zeigt mein Sohn bei einer Prospektion. Hierbei lernt er die Grundkenntnisse von mir spielerisch. Der kleine Mann ist danach immer ziemlich abgekämpft.
Die Proben werte daheim unter dem Mikroskop aus und archiviere diese dann.

Prospektion vor Ort, zweiter Schritt große Bäche oder Flüsse:

Hierbei verwende ich das gleiche Vorgehen wie oberhalb beschrieben. Die Probenentnahme ist dabei anders.

In einem vordefinierten Bereich wird ein Beprobungsbereich von 5m x 5m festgesetzt. Geeignete Proben sollten sich im mm- µm Bereich befinden, weil diese eine gewisse Dichte aufweisen, aber auch leicht sind und dadurch überall in Bayern vorhanden sind. Dann wird mit Hilfe einer Schwermineralien-Waschrinne von der Firma Keene Engineering (USA) das Gewässergeschiebe vorgesiebt und per Schaufel in und durch die Wasserströmung betriebene Waschrinne eingebracht. Die Wasserströmung spült das leichte Material wieder in das Gewässer, dass schwere Material bleibt zum separieren als Konzentrat in die Waschrinne liegen. Das Konzentrat wird separiert und dann ausgewertet. Das Konzentratgewicht liegt bei dem oben angegebenen Bereich bei rund 1,5kg. Bei einer niedriger Strömung wird durch Hilfe eines PS-niedrigen Motos der Firma Honda eine Zusatzströmung erzeugt. Hierbei wird das Geschiebe in den Trichter eingebracht und wird in der Schwermineralien-Waschrinne speariert. Der Vorteil bei diesem System liegt darin, dass die Wasserströmung einstellbar ist und die gewünschte Probengüte detailierter speariert werden kann. Der Motor steht dabei an Land in einer Auffangwanne (ähnlich wie die Wanne im Heizungskeller), somit ist eine Verunreinigung ausgeschlossen. Der Motor wiegt 5,7 kg. Die Firma Honda ist bei solchen Geräten Marktführer und setzt hohe Sicherheitsstandarte durch eine hohe Qualität. Solche Hochqualitätsmotoren haben ein hohen Anschaffungspreis. Dieser beträgt rund 800 Euro.

Die technischen Hilfsmittel in Bildern:

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