Prospektieren der Fliessgewässer auf Gold-und Feinmineralien — Teil 6

Goldschürfen 03.12.2017 (1.Advent)

Neben der Alpengebirgsbildung, geprägt durch Deckenverschiebungen in Verbindung mit Faltung, Querstörungen sowie Blattverschiebungen, waren die Eiszeiten das wichtiges Landschaftsprägende der Alpen. Dieses Wissen nutzen wir für unsere Goldprospektion in den Alpen um höffige Goldspots finden zu können.
Unser Augenmerk liegt besonders auf Stellen, die eine Hochwasserordnung aufweisen. Solche Gegebenheiten sind für uns wichtig, weil wir Kiesbänke dieser Art, strukturiert das Naturgold farmen möchten. Die Herausforderung die tatsächliche Goldlinie zu finden, gehört auch zu unserem Hobby. Geduld ist dabei eine Tugend.

Den kleinen Highbanker, praktisch den Mini-Highbanker eingepackt, Ohh Man, ich kann euch sagen, das ist ein Monster. Ich hätte nie gedacht, dass der Mini-Highbanker zwei stark frequenzte Schaufler packen würde. Der Mini-Highbanker frisst irre. Ich liebe ihn.
Nachdem wir unsere Buddellaufwege zum Highbanker definiert hatten, haben wir die Highbanker Anlage in noch nicht einmal in 10min aufgebaut gehabt und jeder fing sogleich mit den Schaufeln an. Ich mag es, wenn Leute zueinander eingespielt sind.
Kiesbänke die noch eine Hochwasserordnung aufweisen, sind, wie ich oben geschrieben habe, werden von mir favorisiert, weil die Goldlinie noch nicht durchwühlt worden ist und somit eine kleine Herausforderung neben dem Schaufeln ist. Zu beobachten dabei sind die unterschiedlichen Gesteinsarten. Eklogit zum Beispiel, hat eine sehr hohe Dichte gegenüber den anderen vorhandenen Gesteinen und bildet meistens die Goldlinie perfekt ab. Wenn man Eklogit als Handstück in seiner Hand hält, erkennt man sofort den Dichteunterschied zu anderen Gesteinen. Für mich sind Diabase immer ein Kriterium, aber wenn Eklogit auftaucht, verhält sich meine Schaufel sehr seltsam.
Eklogit ist ja ein Gestein, das unter sehr hohen Druck entstanden ist. Wenn man Eklogit beim Goldschaufeln entdeckt, sollte man sich dieses Gestein immer genau ansehen. Ab ein Enstehungsdruck von 27Kbar, kann Eklogit Diamanten enthalten, also mein Ratschlag, immer schauen. 
Nachdem wir Eklogit in unserem Schaufelgeröll entdeckten, stieg die Anzahl der Goldplättchen in unseren Probepfannen. Davor war ein Goldteilchen in drei Pfannen nachweißbar und im Bereich des Eklogit dann 3 Goldteilchen pro Pfanne. Eine dramatische Erhöhung, was uns dann sehr glücklich stimmte, weil wir nun endlich die untergeordnete Goldlinie entdeckt hatten.
Nach 6 Stunden Hardcore Schaufeln, das ganze ohne Pause und natürlich im perfekt abgestimmten Rhythmus, damit man sich nicht auf dem Weg zum Highbanker in die Quere kommt, kamen wir dann endlich zum Schluss. Zum Schluss auch deswegen, weil wir das zweite Teilstück der Highbanker-Rinne auf „wieviel“ Goldanteile überprüfen wollten. Die Verschleppung in die zweite Rinne konnten wir mit zwei Goldflitter feststellen. Ausserdem, stellten wir fest, dass die Dichtestarken Mineralienanteile Mengenmäßig hinten den Riffeln verteilt war. In erster Linie denkt sich jeder, dass ein derartiges Bild sehr gut ist, aber das Gegenteil ist es. Dichtestarke Mineralien die Strömungsgeordnet hinter den Riffeln gefangen sind, bieten dem Gold nur sehr wenig Platz. Für diese Erkenntnis, habe ich mal sehr teuer bezahlen müssen. Für mich bedeute das jetzt, dass ich zusätzliche Haltemöglichkeiten in der Rinne aktivieren muss. Der Reverse-Riffel bietet mir schon mal enorme Vorteile, diesen Bereich muss ich nun durch zusätzliches Minersmoos verbessern. Verbessern deswegen, weil Minersmoos die Umwälzbewegung des zu tauschenden Materials dramatisch abbremst. Diese Minersmoos – Eigenschaft mache ich mir zu nutzen, damit ich möglichst viele Schwermineralien im Bereich des Reverse Riffel halten kann. Je weniger Schwermineralien sich hinter den Matten – Riffeln befinden, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass Goldverluste nicht entstehen.

Geologie, Glazialmorphologie: Metamorphe Vulkanite und Sedimentgesteine. Anzeichen für Gletscherseitenwälle sind vorhanden, Nachweis haben wir vor Ort erbracht.
Gewaschenes Material: Zu zweit rund 2 Tonnen Sedimentgesteine aus dem Flussbett (Kiesbank). Die Kiesbank ist Hochwassergeordnet.
Goldwaschausrüstung: Mini Highbanker mit Reverse Riffel, zweiteilig. Haltesystem im Highbanker: Eine Kombination aus UR-Matte und Scrubber Matte von GoldHog.
Gesteine und Mineralien beim Schaufeln identifiziert:
Diabas, Eklogit, Gabbro, Quarzit, Quarz, Phyllit, Dolomit
Diorit, Granat, Hämatit

Mini-Highbanker in Aktion (Bilder Oberhalb).

Goldanteile in der zweiten Rinnenhälfte. Diese haben wir extra ausgewaschen (Bild oberhalb).

Handstücke von ein sehr schön strukturierten Quarzgang und Eklogit mit Granatanteile (Bilder oberhalb).

Goldausbeute als Konzentrat, sehr grob ausgewaschen um Fotos machen zu können (Bild oberhalb).