Prospektieren der Fliessgewässer auf Gold-und Feinmineralien — Teil 6

Goldschürfen 2018

Hallo Goldschürfer, Hallo Goldprospektoren,

zusammen mit den waschechten Geologe Tim (mittlerweile pflegen wir auch eine Freundschaft), hatten wir mit etlichen Winter-Kaffeekränzchen unsere 2018 – 22 Agenda durchgesprochen. Ein ausgeklügeltes Gold-Find-Setup konnten wir uns zusammen erarbeiten. Wir puzzelten uns den kompletten Salzach Gletscher mit seinen Einzugsgebieten in Excel zusammen. Die Einzugsgebiete farblich markiert, damit wir eine bessere Zuordnung im Gletscherverlauf haben, konnten wir für uns die damaligen Kaltzeit-Situationen verständlicher machen. Goldproben aus den Jahr 18xx, die in verschiedenen geologischen Behörden-Archiven vorhanden sind, konnten wir uns eine virtuelle Goldlinie erstellen. Wie geschrieben, arbeiteten wir den ganzen Winter an diesem Projekt – Geduld zahlt sich eben aus.
Theoretisch prospektiert man ja eine gedachte übergeordnete Goldlinie im Gletscherverlauf strategisch. Weil Tim aber ein verdammt guter Geologe ist, wusste er von solchen Archiven. Ich selbst konnte solch ein Archiv in der bayerischen LfU besuchen. Leute, die Goldproben aus der damaligen Zeit sind schön anzusehen, hehe, und das Gold war damals irgendwie größer.
Das Fazit aus den vorhandenen Archiven ist, dass man sich ein Haufen Zeit in der strategischen Prospektion spart. Was für ein Gewinn, ick freu mich!

Die ersten schönen Nuggets wollen wir euch nun vorstellen. Beide haben wir entschieden, dass wir nicht mehr die Gesamtausbeute zeigen möchten, sondern nur noch die schönsten Stücke unserer Salzach-Gletscher Touren.

In meinen damaligen Salzach-Rutschung-Bericht (Anfang April), wurde ich durch sehr unhöfliche Personen zwecks meiner Aussage über Gold-Ausbeuten für den Salzach-Gletscher kritisiert. Meine Aussage von 0,3 – 3g am Tag, muss ich daher revidieren. Meine neue Aussage lautet: Goldausbeuten aus dem Salzach-Gletscher können zwischen 0,3g – 5g am Tag hoch sein. Tim meinte noch vor kurzen, „Torsten, lehne dich mit solchen Aussagen nicht zu weit aus dem Fenster“.
Die 5g Tagesausbeute haben wir nun erreichen können, obwohl wir keine 11 Stunden pro Tag schaufeln. Allerdings und das möchte ich betonen, ist die dortige Buddelei kein Eisschlecken, sogar ich stoße dabei an meine körperliche belastbare Grenze.

Übrigens, wurde uns das Genehmigungs-Verfahren für das dortige Dredgen von der zuständigen Behörde nicht erlaubt, was aber auch nicht schlimm ist.
Möglichkeiten, die einem möglich sind, sollte man grundsätzlich immer nutzen.
Die Goldwaschrinne als „Gemeingebrauch“ dürfen wir aber nutzen…

Euch noch eine schöne Woche.

Tim und Torsten