Prospektieren der Fliessgewässer auf Gold-und Feinmineralien — Teil 6

Goldschürfen Juni 2017 – Selbstexperiment

Mein Selbstexperiment, man kann es glauben oder auch nicht, habe ich erfolgreich beenden können. Meine Idee war, wie viel Tage kann ich Goldschürfen, ohne großartig dabei die Lust zu verlieren? Meine Familie hatte ich für diese Zeit nach Spanien fliegen lassen und wie ich mitbekommen habe, hatte es ihnen ohne ihren Papi gefallen. 🙂

Was habe ich für mich selbst heraus gefunden?
Ich bin definitiv kein Hardcore Goldschürfer. Das Schaufelschwingen, sowie die schweren „Felsen“ schleppen, dass ganze halte ich nur 6 Stunden am Tag durch. Durchgehend 3 Tage Goldschürfen, ist für mich ok, der vierte Tag geht mir persönlich bereits schon an die Nerven, eine Auszeit wäre wichtig.

Gutes Wetter bevorzuge ich, am liebsten ist mir der Sommer mit viel Sonne. Ein gemütliches Bier beim Goldschürfen ist definitiv sehr wichtig. Small Talk mit anderen Goldschürfern suche ich, aber die Talks müssen ein gewissen Anspruch haben. Die Goldschürf-Ausrüstung muss stimmen und ein gewisses Niveau haben. Pensionen, die für das Duschen extra kassieren, werde ich in Zukunft meiden.

Ich teile gern Goldspots, aber nur mit Personen die der Goldgier nicht verfallen sind und ein gewisses Goldprospektionsniveau besitzen und sich auch wirklich in der Prospektion und oder Nachprospektion, sich ihren Anteil erarbeitet haben. 🙂

Der Goldschürfspot der Tektonik Tirolikum und die dazugehörigen Tektonikbrüche, hat zwar nicht die Gewichtseinheiten zu bieten, dafür aber sehr schöne Wahrscheinlichkeiten auf Nuggets die sich zwischen 3-4mm Größe bewegen können. Für diese besonderen Wahrscheinlichkeiten lohnt sich der große Buddelaufwand. Es ist eben ein Hobby und ein Hobby sollte niemals auf Gewichtseinheiten zielen, natürlich sind diese, falls diese gegeben sind, auch Nice.

Solche Bruchlinien-Bereiche beinhalten, durch die glaziale Erosion, teilweise gut erhaltenes Tiefenquarz, diese mit einer 35% Salzsäure bearbeitet um eventuell im inneren der Gesteine Goldstufen zu finden. Wäre Nice. Das obere Bild zeigt so eine Handprobe. Solche Handproben nehme ich mir immer wieder mal mit nach Hause, um diese daheim zu bearbeiten. Hehe, wie Überraschungseier, hoffentlich habe ich mal Glück, was ich aber seit längerem vermisse.

Eigentlich wollte ich auch in dieser Zeit mein Körpergewicht etwas verringern, nachdem ich aber das tägliche Abendessen meiner Familie zugeWhatsUp bekam, dachte ich mir, Ach Torsten, naja, so ein Brotzeitteller hat schon was. Das tägliche Weißbier dazu und der Plan mit dem „Körpergewicht“ ging nach hinten los, ich habs halt versemmelt.

.. aber Geil war es. Ich verringere halt etwas später mein Körpergewicht. Übrigens, ich hatte immer geschaut, dass mein Bierkrug immer mit Bier gefüllt war. Leute, ihr könnt euch nicht vorstellen, wie es ist, am Bach oder Fluss nach Naturgold zu schürfen, Tschaikowski dabei zu lauschen und ein gutes Weißbier nebenbei zu genießen. Das ist doch Leben, oder, oder nicht? Ich denk schon. Übrigens, ich mag beim Goldschürfen ein gewisses Niveau, ein Bierkrug ist bei mir ein „MustHave“ geworden. Ich liebe es!

Jeden Tag. Zum Feierabend hin. Ich konnte es nicht lassen, kontrollierte ich mein Konzentrat nach den von mir begehrten Goldnuggets. Ich kann euch sagen, der Cleanout war immer spannend. Danach ging es dann immer gemütlich die 1,5km zum Auto. Das ganze natürlich im 7mm dicken Neopren, der Figur willens.

Ein richtiger Goldschürfer macht grundsätzlich immer viele Fotos von seiner Goldschürfrinne. Man brauch ja ein gewisses Ego..löl! Für die, bei denen dieses Ego besonders ausgeprägt ist, hier, das Foto oberhalb. Schade das ich keine Unterwasserkamera habe, die Fotos „Wasser/Goldschürfrinne“ wären wohl spektakulärer. Ich mag das Greenline-Zeugs, aber mit ein fetten Trichter um so mehr. Ich bin ja dabei die Goldblitzrinne auf das Greenline-Zeugs umzubauen. Der Goldschürfrinnen-Einsatz wird kommen und ich werde darüber berichten, versprochen.

Die Tektonik Tirolikum und die angrenzenden tektonischen Situationen, die Geologie, ich mag sie. Diabas in Verbindung mit Roteisenerz, dass ist der Goldgeber schlechthin. Mittlerweile hat sogar mein Bub ein Auge dafür. Oben das Bild zeigt ein Diabas Gestein, mit ein feinen Quarzgang und den dazugehörigen Roteisenerzgang. Ich würde gern den Quarzgang mit einen Goldgang tauschen wollen, aber, Goldschürfen ja kein Wunschkonzert. 🙂 Schöne wäre es aber trotzdem und ihr könnt mir glauben, ich würde bei dem Anblick in Ohnmacht fallen.

So ein Goldschürfdamm hat schon was. Größere Steine platziert und mit einer blauen Folie abgedichtet, 5-10min Arbeit, ohne Bierpause, mit Bierpause dauert so ein Damm 30min. Die Goldschürfrinne auf dem Damm ausgerichtet und schon lassen sich weite Wege zur nächsten Rinnensetzströmungsmöglichkeit verhindern. Ich mach das gern, obwohl, mein Körpergewicht würde sich beim Kilometerlangen Bachlatschen auch verringern.

Mein Hut, mein ewiger Begleiter. Übrigens das ist ein Zickenhut und der duftet nach 15 Jahre immer noch nach Ziege.

Ihr wollt die Ausbeute sehen? Ich zeig euch sie, aber nicht alles. 😀 😀