Prospektieren der Fliessgewässer auf Gold-und Feinmineralien — Teil 6

Goldprospektion Herbst 2017

Hallo Leute, Hallo Goldschürfer, Hallo Goldprospektoren.
Der Bub und ich sind in den schönen goldenen Herbst abgetaucht. Den vergangenen Sommer habe ich viel zum Goldschürfen genutzt, es war einfach herrlich.
Auf der Suche nach Eiszeitlichen Ablagerungen, die hoffentlich auch Naturgold beinhalten, ist neben dem Goldschürfen meine Lieblingsbeschäftigung in diesem Hobby. Das Ganze nennt sich ja bekanntlich „Goldprospektion“. Bei so einer Goldprospektion gilt es ja, sehr gewissenhaft vorzugehen, Geduld ist dabei eine Tugend.

Das Bild oberhalb zeigt den ursprünglichen Wildbach, den es zu prospektieren galt.

Für die Goldprospektion sollte man sehr strukturiert vorgehen und diese dann nacheinander Abarbeiten. Das kostet viel Zeit und vor allem Geld, Geld deswegen, weil ein Ausflug vor Ort ein unausweichlicher Bestandteil dessen ist. Daher ist bei einer Entdeckung einer Goldhöffigen Stelle wichtig, diese in Zukunft doch für sich allein zu behalten, damit man diese für sich und seine Mühen genießen kann. Falls ihr doch teilen möchtet, kann ich euch ein Rat anhand eines kleinen Test mitgeben um anderer ihrer Gier nach Gold zu überführen, (vor allen für die Leute, die einen Goldbach selbst gezeigt bekommen haben). Setze diesem einer Situation aus, indem man denjenigen bekannt gibt, dass man vorhat, diesen schönen Bach und sein Gold per Koordinaten zu veröffentlichen und er dann verschreckt der Meinung ist, dass dann ja alle zu diesem Goldbach kommen werden und er nicht Ansatzweise versteht, dass er ja auch gekommen ist. Ich persönlich liebe diese Tests, denn solche Tests sind extrem Zielführend für eine Analyse.

Bis hier her, war der zu prospektierend Bach ruhig, im wahrsten Sinne des Wortes. 🙂

Ohh, jetzt bin ich ein wenig vom Thema abgedriftet, allerdings muss man sich in unserem Hobby auch mit solchen Menschentypen rumschlagen. Schade eigentlich. Ok, für eine solche Situationen gebe ich euch ein kleinen Rat mit. Falls euch mal so etwas passiert, steht drüber und versucht solche Menschentypen dann zu meiden. Recht in eurer Entscheidung bekommt ihr in dem Moment, wenn diese Menschentypen schlechte Meinungen gegen euch verbreiten.


Meine Struktur in der Goldprospektion ist folgende:
– Glaziale Morphologie
– Geologie
– Vor Ort das eiszeitliche Geschiebe mit der vorgegebenen Goldgeologie abgleichen
– Vor Ort Goldproben, oder anders, vor Ort nach Gold probieren


Ab diesen Bachmoment wird das Goldschürfen lebensgefährlich und man sollte es meiden. Aber ich kenn Goldwäscher, ihr werdet es nicht glauben, in solchen Gegebenheiten aus reiner Goldgier eintauchen.

Wenn man sich dieser oder einer für sich gegebenen Struktur aneignet, ist man in diesem Hobby autark. Falls man Kinder hat, ist eine Goldprospektion auch immer eine Gelegenheit seine Kinder mitzunehmen, weil eine Goldprospektion auch immer gleichzeitig eine Wanderung ist. Bekanntlich brauchen Kinder Bewegung. Bei meinen Bub merke ich das sehr deutlich, der junge ZappelPhilipp.
Die glaziale Morphologie ist eindeutig. Die durch Gletscher erodierte Goldgeologie von Ort A nach Ort B transportiert.
Eine besonders Merkmal ist der glazialen Morphologie, und dass ich sehr wichtig, sind die Überdeckungen der lokalen Nicht-Goldgeologie – Gletscher. Solche Situationen zu erkennen, ist sehr schwierig, weil solche Situation durch die menschliche Infrastruktur auch überdeckt ist. Falls ein Goldprospektor diese im Detail erkennt, ist es im Grunde doch dann recht einfach.
Die Geologie ist die erkannte Goldgeologie. Es macht natürlich „übergeordnet“ Sinn, diese zu besuchen, damit diese im glazialen Geschiebe wiedererkannt wird.
Die geologischen Primärsysteme habe ich für mich auch strukturiert.

  • Vulkanisch / Typ 1 und Typ 2
  • Metamorph / Typ 1, Typ 2 und Typ 3
  • Tiefliegende Tektonik / Typ 1 und Typ 2

Die Wassererosion hat für diesen Bachbereich krass gewütet. Das ganze ist sehr schön anzusehen.

Auf meine einzelnen als Kategorie festgelegten Typen der unterschiedlichen Geologie möchte ich nicht eingehen, weil ich diese Art der Arbeit nur für mich definiert habe. Diese definierte Struktur ist für mich sehr wichtig, weil diese ein Teil meiner Goldprospektion zugrunde liegt. Ein etwas älteres Bild füge ich unterhalb anbei.
Für mich ist es auch wichtig, dass ich in meiner Goldprospektion Ergebnisse in Grafiken visualisiere. Ich veröffentliche für euch eine Grafik, an der ich bereits seit 4 Jahren arbeite. (An dieser Grafik lässt sich erkennen, wie Sorgfältig und Geduldig ich diesem Hobby doch mittelfristig-bis langfristig Basis nachgehe).
Diese Grafik zeigt mir auf, dass das Naturgold von Primärsystem hin zu den Gletscherendwällen an ihrer Goldgrößenqualität zunimmt. Eine 30km definierte Luftlinie, mit 9 definierten Beprobungsbereiche, zeigt mir meine Vermutung sehr deutlich auf. Das Fazit daraus ist genial, siehe auch Bild unterhalb.
Im Bereich 9 befinden sich die Gletscher-Endwälle. Wie eine Planierraupe mit ihren Stahlschild, schob der Gletscher das Goldhaltige Geröll, verteilt über die unterschiedlichen Eiszeiten, das Goldhaltige Geröll auf. Die Wind und Wetter Erosion in den Warmzeiten separierten das aufgestaute Geschiebe und übrig blieb das „Konzentrat“. Dieses Wissen lässt sich in jeder Gletscherablaufbahn, egal wie Kilometer lang diese ist, anwenden. Diese Anwendung wird allerdings durch eine Schwierigkeit überschattet, nämlich durch die Überlagerungen kleiner bis mittelgrößer NON-Goldgletscher in der besonders heftigen, durch Wind-und Wetter-Erosionszeit, in der Warmzeit. Diese Überlagerungen, die ich ja vorab im Text bereits schon erwähnte, müssen durch den Goldprospektor erkannt werden.

Der letzte Goldprospektionsgang mit meinen Bub zusammen, führte uns in einer Hydrothermalen-Metamorphen Geologie. Die Glaziale-Gletscher-Morphologie ist Goldhaltig. Nachweisen konnten mein Bub und ich nur sehr große Hämatite, die ich im Bachbett separieren konnte. Naturgold konnte ich in der Goldprospektion nicht nachweisen. Die Tatsache, dass sich Gangmaterial im Bach befindet, muss ich wohl oder übel die Gegebenheit mit einer Goldwaschrinne nochmals testen. Allerdings ist die dortige Umgebungssituation sehr krass. Meine Bilder vom Wochenende zeigen dies sehr deutlich auf. Aussichtsreiche Stellen zu beproben sind für diese Situation fast unmöglich.


Mein Bub und ich und der Herbst hat auch seine Besonderheit.

Mich bei der Bachprospektion, gefunden haben wir dicke fette Hämatite, siehe auch die Goldwaschpfanne.

Sehr schöne Bergaufnahmen mit dem ersten Schnee. Herrlich dieser Moment.

Bis die Zeit
euer Torsten und Philipp