Unsere alpine Goldprospektion

Unsere alpine Goldprospektion

Ausgearbeitet von Torsten Marx / 25.09.2018

Dieser Leitfaden/Ausarbeitung ist Eigentum von Torsten Marx. Bitte achten Sie auf mein Urheberrecht und mein Copyright!

Mit diesem Medium wollen Andre und ich (Torsten) für uns ein neues Goldprospektions-Kapitel eröffnen.

Mit unseren zukünftigen Beiträge zum diesem Thema, möchten wir euch liebe Leser einladen, uns bei unseren Prospektionsgängen hier auf Freiheit durch Gold zu begleiten.

Ich hab Andre bereits schon früh als Goldwäscher kennen lernen dürfen und wir beide sind immer wieder mal zusammen unterwegs gewesen. Als ich ihn dann irgendwann fragte, „Hey Andi, das macht doch Sinn wenn wir uns für diese Hobby auf Augenhöhe zusammentun“, haben wir beide beschlossen (nach über 1 Jahr), diese neue Herausforderung für uns anzunehmen.
Wir beide haben eins gemeinsam, wir beide wollen unsere Goldwasch-Locations selbst finden und wir sind uns einig darüber, dass ein Goldprospektions-Setup einer stetigen Einwicklung unterliegt.

Angefangen hat alles im Winterjahr 2011/2012. Mit der Entdeckung meines ersten Nuggets im Berchtesgadener Land / Saalach-Gletscher, ließen mich zwei Fragen nicht mehr los „Woher kommt das Gold? Wo ist die Primärquelle?
Im Sommerjahr 2018 beendete ich meine umfangreiche und Jahre andauernde Goldprospektion für den Saalach-Gletscher mit etliche Hinweise auf etwaige Gold-Primär-Quellen. Das erlangte Wissen teilte ich mit Andre und wir beide hoffen, dass uns dieses Wissen bei unseren zukünftigen Touren unterstützt.

In der erdgeschichtlichen Wende im Jura- zur Kreidezeit, standen der Erde gewaltige Veränderungen bevor. Die afrikanische Platte drehte sich Jahrmillionen zur europäischen Platte hinein und dadurch entstanden die Alpen. Heute denken die Wissenschaftler, dass die Entstehung der Alpen vor rund 200 Millionen Jahre in drei tektonischen Phasen aufgegliedert werden kann. Resultierend aus dieser tektonischen Entwicklung bestehen die Alpen aus der Ozeanischen Kruste (Tethysmeer, submarine Vulkane), aus mesozoischen Sedimenten und aus einer subduzierte kontinentaler Kruste der europäischen und afrikanischen Platte (deformiert und metamorph überprägt).
Dieses Wissen der Alpenentstehung wollen wir für unsere Goldprospektion nutzen.

Unserer Setup:

Submariner Vulkanismus / Alpine-Subduktion / Eiszeitliche Erosion / Warmzeitliche Erosion

Submarine Vulkane:
An Subduktionszonen, wo eine Kontinentalplatte unter die andere abtaucht. Diese können eine Höhe von 1000 bis 4000m erlangen.
Im jetzigen Erdzeitalter schätz man, dass 1 Million Submarine Vulkane aktiv sind. Diese fördern rund 75% der jährlichen ausgestoßenen Lavamenge. Die selbige Situation der Submarinen Vulkan-Situation gab es natürlich auch zur Wende Jura- zur Kreidezeit mit der Entstehung der Alpen.

Alpine Subduktion:
Die Entwässerung und Metamorphose der abtauchende Platte. Subduzierte Gesteine und Störungen, dafür braucht man Geologische Karten und gute Orthofotos. Petit-Spot-Vulkane können schwere Erdmetalle hervor bringen.

Eiszeitliche Erosion:
Die Erosion durch eiszeitliche Gletscher und die daraus entstanden Glaziale Morphologie.

Warmzeitliche Erosion:
Die Wind- und Wetter Erosion, die warmzeitlichen Gletscher und daraus entstanden Warmzeitliche Morphologie.

Die submarinen Vulkane als Spots, die Alpine Subduktion mit ihren Petit Spots und Störungen, das ganze umgerührt mit Erosion-Portionen und fertig ist die Setup-Suppe. Wir kochen auch nur mit Wasser und salzen mit Spots, Spots, Störungen und Erosionen.
Der Goldwäscher wird sich nun fragen, warum dieser Aufwand? Unsere Antwort darauf: Wir möchten, dass unser gefundenes Gold uns seine Geschichte erzählt. So sehen wir unser Hobby und wir denken, dass das Legitim ist.

Wie wir Submarine Vulkan-Spots, die Petit-Spots – Situationen erkennen, möchten wir nicht genau darstellen, weil wir mit dieser Gold Prospektionstechnik erst noch am Anfang stehen aber in Kombination mit Erosion – Möglichkeiten brauchbare Ergebnisse erzielen konnten.

Wie ich Eingangs beschrieben habe, konnte(n) ich/wir für den bayerischen Nugget-Bach die mögliche Gold-Primärquelle ermitteln.
Wie das Schicksal aber möchte, wollen wir diese vorerst nicht erkunden, weil wir nicht möchten, dass wir (vorerst) dort im Saalachtal gesehen werden.
Wichtig wäre noch zu erwähnen, dass man sein gefundenes Waschgold genauer ansehen sollte und die Goldoberflächenstruktur nicht immer einer gewissen Bachumwälzung zuschreiben sollte. Ein Goldbild – Beispiel ist unterhalb anbei. Achtet auf das „linke“ Nugget!

Für Störungen in Kombination mit seinen Petit-Vulkanen und der „egal welcher Art“-Erosion, nutzen wir das bekannte geologische Kartenmaterial und die mittlerweile gute Qualität einiger Orthofotos. Diesbezügliche Bildbeispiele sind unterhalb anbei.

Glück Auf

euer Torsten Marx