Unsere alpine Goldprospektion

Goldprospektion Frühjahr 2019

Hallo Goldprospektoren,
wie ich schon in mein Artikel vom 25.09.2018 (Link) geschrieben hatte, benutzen André und ich (Torsten) für den alpinen Raum unser angepasstes Setup (das Setup ist im „Link“ oberhalb beschrieben).
Der Hintergrund für das angepasste Setup ist der, dass das rein glaziale Setup für die Hochalpen nicht eindeutig funktioniert – weil wir festgestellt hatten, dass wir geologische Aspekte mit einbringen müssen.
Daher haben wir uns für die Alpen bis ins Paläözoikum (vor 250 Millionen )zurück gelesen um die Alpenentstehung zu verstehen. Ich möchte dabei betonen, dass wir keine Geologen sind und dies alles nur auf Hobby Basis betreiben. Die alpine Entstehung ist natürlich viel komplexer, dass ist klar, aber den Grundtenor nachvollziehen zu können, damit man sich in der Goldprospektion einfacher bewegt macht Sinn.

Submarine-Hydrothermal gebildete polymetallische Lagerstätten aus derben Erzen mit wechselnden Mengen von ……. .
Diese Lagerstätten meist aus dem Paläozoikum befinden sich meistens in tektonischen Störungen und Zerrungszonen.

Das Kursiv geschriebene fasst in zwei Sätzen alles zusammen, was wir als Goldprospektoren im Hochalpinen suchen. Das besondere dabei ist, dass kleine polymetallische Lagerstätten, die keine wirtschaftlichen Interessen aufwiesen, keine Erwähnung in vergangene Datensätze aufweisen. Wirtschaftlich nicht bedeutend, für uns Hobbyisten aber gut genug. Nochmal – das ist genau das, was André und ich im alpinen Raum suchen und mittlerweile auch finden. Etwaige Goldmengen mal außen vor gelassen, für uns Goldprospektoren die mit Herzblut bei der Sache sind, spielt das eh keine Rolle.

Damit ihr eine Vorstellung habt, wie unsere Denkweise ist, möchte ich euch diese kurz erläutern.

Vor rund 260 Millionen Jahren befanden sich die Alpen mit Markierung Kufstein noch im Wasser neben der Tiefsee.

Ein Vergleich zur heutigen Zeit – rein um sich die damalige Situation vorzustellen besuche ich gern über Google Maps Kamtschatka.
Die ersten Vulkaninseln befinden sich dabei schon neben der Tiefsee. Das Bild unterhalb als Vorstellung.
Die submarinen Vulkane bildeten sich mit der Zeit wie im Bild oberhalb zu Vulkaninseln.
Als sich dann vor Rund 60 Millionen Jahre die Alpen auffalteten änderten sich die vulkanischen Gesteine metamorph – das Prinzip der Alpen-Entstehung kennen wir ja aus der Schulzeit und daher möchte ich auch nicht näher darauf eingehen.

Für uns zählt nun, dass wir die vor rund 260 Millionen Jahren entstandenen Submarine-Hydrothermal gebildete polymetallische Lagerstätten, jetzt wieder finden. Die alpinen Möglichkeiten sind dabei so hoch, weil diese sich nicht nur auf eine bestimmte Geologie beziehen, sondern sich auch in den Kalkalpen wiederfinden können.

Die drei Bilder oberhalb erfüllen alle von uns bestimmten Kriterien.
Magenta Farbmarkierung
Tektonische Störungen

Blaue Farbmarkierung
Submarine-Hydrothermal gebildete polymetallische Lagerstätte aus derben Erzen..

Das Bild unterhalb zeigt ein von mir fotografiertes Gestein, dass einer Submarine-Hydrothermal gebildete polymetallische Lagerstätte aus derben Erzen stammt.
Als Schmankerl treten noch hochgradige Metamorph-Gesteine auf die aus alten Subduktionszonen stammen und somit das allgemeine Bild etwas abrunden – Serpentinit-Gestein.
Ein Bild bring ich mit, eine Seite vom Gestein habe ich plan geschliffen und poliert.

Glück Auf

Euer Torsten